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Alte WordPress-Version: Was liegengebliebene Updates wirklich bedeuten

Läuft Ihre Website noch auf einer älteren WordPress-Version, ist sie meist seit Langem nicht gepflegt worden. Das ist mehr als ein Schönheitsfehler: Bekannte Lücken bleiben offen, und je länger man wartet, desto aufwendiger wird das Update.

Luca Benedetti, Geschäftsführer · Lesezeit 5 Minuten
Illustration: Ein Bildschirm mit einem laufenden Update-Balken

WordPress ist das verbreitetste System für Websites. Neue Versionen erscheinen mehrmals im Jahr, im Mai 2026 kam WordPress 7.0. Wer heute noch eine Version vor 6.5 nutzt, die im April 2024 erschienen ist, hat seit mindestens zweieinhalb Jahren kein größeres Update eingespielt.

Beispiel: So sammeln sich offene Updates an, wenn niemand die Website pflegt.

Was ist das Problem?

Offiziell unterstützt WordPress nur die jeweils neueste Version. Für ältere Versionen spielt das Sicherheitsteam Korrekturen zwar oft noch zurück, aber ausdrücklich ohne Garantie und ohne festen Zeitraum. Im Juli 2025 endete diese Kulanz zum Beispiel für die Versionen 4.1 bis 4.6, ein Schritt, der sich mit jeder neuen Version wiederholen kann.

Wichtiger noch: Die alte Versionsnummer ist meist nur das sichtbare Zeichen. Wo der Kern nicht aktualisiert wurde, sind es Plugins und Theme in der Regel auch, und dort liegen die meisten Lücken. Viele ältere Plugins werden von ihren Herstellern gar nicht mehr weiterentwickelt.

Was passiert, wenn Sie nichts tun

RisikoWas das für Sie bedeutet
Bekannte Lücken bleiben offenAngreifer suchen automatisiert nach Websites mit bekannten Schwachstellen. Alte Versionen sind leicht zu erkennen, oft steht die Versionsnummer sogar im Quelltext.
Die Website wird verändertVersteckte Spam-Links, Weiterleitungen auf fremde Seiten oder Schadcode. Google warnt dann womöglich Besucher vor Ihrer Seite.
Das Update wird immer schwererEin Sprung über viele Versionen bricht eher Plugins und Theme. Aus einem kleinen Update wird ein Projekt.
Der Server zieht nicht mehr mitHoster stellen alte PHP-Versionen ab. Alte WordPress-Versionen und Plugins laufen auf neuem PHP oft nicht.

Ein Update, das man aufschiebt, wird nicht kleiner. Es wird größer.

So gehen Sie vor

  1. Bestand aufnehmen

    Welche WordPress-, PHP- und Plugin-Versionen laufen? In WordPress sehen Sie das unter Werkzeuge › Website-Zustand.

  2. Sichern

    Eine vollständige Sicherung von Dateien und Datenbank, die sich nachweislich zurückspielen lässt.

  3. Aufräumen

    Plugins, die nicht mehr gebraucht oder nicht mehr gepflegt werden, entfernen. Jedes Plugin weniger ist eine mögliche Lücke weniger.

  4. Schrittweise aktualisieren

    Erst auf einer Kopie der Website testen, dann live. Danach Startseite, Formulare und Login durchklicken.

  5. Dranbleiben

    Updates zu einem festen Termin machen, nicht erst, wenn etwas passiert ist.

Und wenn sich das Update nicht mehr lohnt?

Manchmal ist das ehrliche Ergebnis: Theme veraltet, wichtige Plugins eingestellt, Design ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Dann steckt man viel Geld in ein Update und hat am Ende eine alte Website auf neuem Stand. In solchen Fällen ist ein Neuaufbau oft die wirtschaftlichere Wahl.

Genau das prüfen wir, bevor wir etwas empfehlen. Und wenn wir neu bauen, dann ohne Plugins und ohne Theme, die man ständig aktualisieren muss. Die Website ist individuell programmiert, die Inhalte pflegen Sie trotzdem selbst.

WeiterlesenWas eine neue Website kostet und woraus sich der Preis zusammensetztMehr erfahrenIndividuell programmierte Websites, ohne Plugins

Quellen

  1. WordPress Security Team: Security updates will cease for WordPress versions 4.1 through 4.6, 18. Juni 2025
  2. Make WordPress Core: WordPress 7.0 Release Party Updated Schedule, 22. April 2026
  3. Patchstack: State of WordPress Security in 2025, 2025. Auswertung der 2024 gemeldeten Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld