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Baukasten, Design-CMS oder eigener Code: Wem gehört Ihre Website?

Nicht ob mit oder ohne CMS entscheidet, sondern wo die Seite läuft: auf Ihrem Server oder auf einer gemieteten Plattform. Ein ehrlicher Vergleich, inklusive der Fälle, in denen ein Baukasten reicht.

Illustration: Person programmiert eine Website am Laptop
TechnikLesezeit 5 Minuten

Autor: Luca Benedetti, Geschäftsführer bei B.I.G. Media Consulting

Die Frage lautet nicht „Baukasten oder Agentur“. Sie lautet: Läuft Ihre Website auf Ihrem eigenen Server, oder mieten Sie sie? Daran entscheidet sich, wem der Code gehört, was die Seite in drei Jahren kostet, ob Kundenlogins möglich sind und ob Sie jemals den Anbieter wechseln können. Alles andere, Design, Ladezeit, Sicherheit, folgt daraus.

Drei Wege, eine Frage

Eigener ServerDesign-CMSBaukasten / WordPress
BeispieleHandgeschrieben mit PayloadWebflow, FramerIONOS, Jimdo, WordPress
Wo läuft die SeiteAuf Ihrem Server in DeutschlandAuf der Plattform, meist USABeim Anbieter oder auf geteiltem Hosting
Wem gehört der CodeIhnen, vollständigDer PlattformIhnen, mit Ballast
Kundenlogins, geschützte BereicheEingebautKaum möglichÜber Plugins
Eigene Funktionen, KIVoll integriertPlattformgebundenPlugin-Wildwuchs
Laufende KostenNur Ihr ServerMonatsaboWartung und Plugins
Wechsel des AnbietersJederzeit, Code kommt mitNeu bauenMit Aufwand

Wann ein Baukasten reicht

Ehrlich: öfter, als Agenturen zugeben. Wenn Ihre Anfragen über Empfehlung kommen und die Website nur bestätigen soll, dass es Sie gibt, tut es ein Baukasten. Auch für einen schnellen Test, ein Nebenprojekt oder eine Seite, die in einem Jahr wieder verschwindet. Die Grenze ist erreicht, sobald die Seite Kunden bringen soll, statt sie nur zu empfangen.

Wann Design-CMS gut sind

Webflow und Framer machen oft richtig gute Arbeit. Die Gestaltung ist frei, die Ladezeit solide, und für ein Portfolio oder eine Marketingseite ohne Logins sind sie eine saubere Lösung. Ihr Manko sind die technischen Grenzen: Kundenlogins und geschützte Bereiche sind kaum möglich, eigene Funktionen enden an der Plattform, und die Seite liegt auf Servern, die Sie nicht kontrollieren. Wer die Plattform verlässt, baut neu.

Wann eigener Code

  • Wenn Anfragen über die Website Ihr Geschäft tragen sollen. Dann zählt jede Sekunde Ladezeit und jeder Satz auf der Startseite.
  • Wenn Sie Kundenlogins, Portale oder geschützte Downloads brauchen, etwa für Gutachten, Pläne oder Projektstände.
  • Wenn die Seite mitarbeiten soll: Preise rechnen, Anfragen qualifizieren, Termine vergeben.
  • Wenn Ihnen wichtig ist, dass Code und Server Ihnen gehören und jeder Entwickler übernehmen kann.

Und das CMS?

Auch wir arbeiten mit einem Redaktionssystem, Payload. Der Unterschied ist, wo es läuft: auf Ihrem eigenen Server statt auf einer gemieteten Plattform. Sie pflegen Texte, Bilder und Projekte selbst, ohne Programmierkenntnisse. Das Layout bleibt dabei, wie es gebaut wurde; Sie ändern Inhalte, nicht die Gestaltung.

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