Ratgeber/Technik
Elementor, Divi & Co.: Warum Page-Builder Ihre Website ausbremsen
Page-Builder machen es leicht, Seiten per Mausklick zusammenzustellen. Der Preis dafür ist viel Code, den niemand sieht, aber jeder Besucher laden muss. Das kostet Ladezeit, Platzierungen bei Google und am Ende Anfragen.

Elementor, Divi, WPBakery: Page-Builder sind beliebt, weil man mit ihnen Seiten per Ziehen und Ablegen gestalten kann, ohne zu programmieren. Für die Agentur ist das schnell, und das Ergebnis sieht ordentlich aus. Was man nicht sieht: Hinter jeder Überschrift und jedem Bild steckt ein Vielfaches an Code, und den muss jeder Besucher laden.
Was ist das Problem?
Ein Page-Builder muss alles können, was irgendein Kunde je bauen möchte: Animationen, Schieberegler, Spalten in jeder Variante. Deshalb lädt er auf jeder Seite Skripte und Stile auch für Funktionen, die Ihre Seite gar nicht nutzt. Und er verschachtelt jedes Element in mehrere Schichten von Containern.
Messbar wird das zum Beispiel an der Zahl der Elemente einer Seite. Googles Prüfwerkzeug Lighthouse warnt ab etwa 800 Elementen und meldet ab etwa 1.400 einen Fehler. Mit Page-Buildern sind solche Werte schnell erreicht, weil schon ein einfacher Abschnitt aus vielen verschachtelten Containern besteht.
Was das für Sie bedeutet
| Folge | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Längere Ladezeit | Mehr Code, mehr Dateien, mehr Rechenarbeit für das Handy. Gut die Hälfte der mobilen Besuche bricht ab, wenn eine Seite länger als drei Sekunden lädt (Google). |
| Schlechtere Werte bei Google | Google misst mit den Core Web Vitals, wie schnell der Hauptinhalt erscheint (gut: bis 2,5 Sekunden) und wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert (gut: bis 200 Millisekunden). |
| Laufende Kosten | Die Pro-Versionen der Builder laufen im Jahresabo, dazu kommen oft weitere Erweiterungen für den Builder selbst. |
| Abhängigkeit | Die Inhalte sind im Format des Builders gespeichert. Wer ihn loswerden will, baut die Seiten meist neu. |
Eine Website muss nicht alles können. Sie muss das, was sie zeigt, schnell zeigen.
Was Sie tun können
Messen
Prüfen Sie Ihre Seite mit PageSpeed Insights von Google, am besten in der Ansicht für Mobilgeräte. Achten Sie auf den größten sichtbaren Inhalt (LCP) und die Reaktionszeit (INP).
Ballast entfernen
Ungenutzte Funktionen des Builders abschalten, Erweiterungen reduzieren, Bilder verkleinern. Das hilft, stößt aber an Grenzen.
Grundsätzlich entscheiden
Ist die Website ohnehin in die Jahre gekommen, lohnt sich oft ein Neuaufbau ohne Builder statt immer neuer Optimierungs-Plugins.
Unser Ansatz
Wir programmieren jede Website individuell. Jede Zeile Code hat einen Zweck, und was eine Seite nicht braucht, wird nicht geladen. Bilder werden automatisch in passender Größe und im modernen Format ausgeliefert. Damit Sie trotzdem selbst Texte und Bilder ändern können, arbeiten wir mit einem Redaktionssystem, das Inhalte und Gestaltung trennt: Sie pflegen Inhalte, ohne versehentlich das Layout zu verschieben.
WeiterlesenLadezeit: Warum drei Sekunden über Ihre Anfragen entscheidenMehr erfahrenInhalte selbst pflegen, ganz ohne Page-BuilderQuellen
- Chrome for Developers: Avoid an excessive DOM size (Lighthouse), abgerufen am 25. Oktober 2026. Warnung ab etwa 800, Fehler ab etwa 1.400 Elementen
- Google (web.dev): Web Vitals, abgerufen am 25. Oktober 2026. Gute Werte: LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden, CLS bis 0,1
- Google (Think with Google): Find out how you stack up to new industry benchmarks for mobile page speed, Februar 2017. Auswertung anonymisierter Google-Analytics-Daten mobiler Websites, 2016
- Elementor: Elementor Pro: Preise, abgerufen am 25. Oktober 2026